Wild thing 🌱

DAS „wild thing“ des Frühlings schlechthin? Bärlauch! Momentan ist der „wilde Knoblauch“ nicht nur in aller Munde, sondern auch in aller Wälder. Wärmere Temperaturen und ausreichend Niederschlag führen zu den perfekten Bedingungen für frisches Grün und zarten Knoblauchduft in unseren Wäldern.

Genau wie wir, waren an den letzten Wochenenden auch ganz viele andere Bärlauchfreunde auf Beutezug. Jedoch ist beim Pflücken der grünen Blätter Vorsicht geboten. Wer nicht genau darauf achtet, was er da pflückt, bringt sich mitunter in große gesundheitliche Gefahr! Zu Beginn der Saison muss man sich um Maiglöckchen noch keine Sorgen machen, für die ist es momentan noch ein wenig zu früh. Ein viel größeres Problem (da auch jetzt schon aus dem Boden sprießend), sind die Herbstzeitlosen. Der Name lässt oft den Anschein erwecken, dass sie erst im Herbst zum Vorschein kommen. Das ist allerdings nur die Saison der Blüte, der grüne Teil der Pflanze wird bereits jetzt im Frühjahr aktiv! Der Verzehr von Herbstzeitlosen kann verheerende Folgen haben und innerhalb weniger Tage zum Tod führen! Deshalb: Beute genau untersuchen und gegebenenfalls in Büchern oder im Internet nachlesen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, nicht essen!

Zu den typischen Merkmalen von Bärlauch zählen:

  • Knoblauchduft
  • matte Blattunterseite
  • sehr dünne Blätter, die an den Spitzen nach unten hängen
  • Bärlauch wächst in einzelnen Blättern, also pro Stiel wächst nur ein Blatt aus dem Boden

Herbstzeitlose unterschieden sich vor allem durch ihre fleischigeren, tulpenählichen Blätter mit leicht glänzender Unterseite und dem fehlenden Knoblauchgeruch vom Bärlauch. Wichtig ist vor allem eines: wenn man bereits Bärlauch in der Hand hatte, nehmen diese den Knoblauchgeruch auch an. So merkt man möglicherweise nicht, wenn ein einzelnes Blatt nicht danach riecht. Deshalb unbedingt auch auf die Optik achten.

Wenn ihr also auf eurem Beutezug erfolgreich wart, solltet ihr die Blätter unbedingt heiß waschen, da in unseren Wäldern immer wieder gerne Füchse umherstreifen und sich somit Eier des Fuchsbandwurms auf eurem grünen Schatz befinden können.

So! Nun habt ihr alle Hürden des „Bärlauchsammelns“ erfolgreich überwunden. Jetzt fehlt es nur noch an einem schnellen, einfachen Rezept, um den Bärlauch do schnell wie möglich verputzen zu können 😉

Schnelles, veganes Bärlauchpesto mit Extrafrische

  • 2 große Hände voll Bärlauch
  • 2 EL Pinienkerne
  • 5 EL gutes Olivenöl
  • Saft von einer Zitronen
  • Salz

Die Zubereitung von Pesto ist wirklich einfach und erledigt sich fast von selbst 🙂 Zu Beginn die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne rösten. Vorsicht, sie verbrennen sehr schnell. Abkühlen lassen und anschließend mit allen anderen Zutaten zu einer Masse vermixen. Das Pesto in ein verschließbares Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Viel Spaß beim Nachmachen 🌱

PS: ganz bald wird es auch noch ein Rezept für #quickandeasy Bärlauchweckerl geben – seid gespannt 😍